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Aktuelle Berichte

Jugendfeuerwehr

  • Einsammeln der Weihnachtsbäume durch die Jugendfeuerwehr Selters

    (JFW) 02-02-2015

    Am 17.01.2015 sammelte die Jugendfeuerwehr Selters die Weihnachtsbäume in Selters und in den Gemeinden Ellenhausen und Vielbach ein. Bei gutem Wetter und bester Laune wurde dies zu einer sehr...

  • Jugendfeuerwehr on Tour - Tag 3

    (JFW) 31-05-2014

    Heute Nacht wurde es noch einmal richtig kalt in unseren Zelten. Aber dafür wurden wir mit strahlendem Sonnenschein geweckt. Ein perfekter Tag um die nächsten Workshops zu absolvieren. Heute wurde...

  • Jugendfeuerwehr on Tour - Tag 2

    (JFW) 30-05-2014

    Nach einer frischen und zu kurzen Nacht starteten heute verschiedenste Workshops sowie die Lagerolympiade.   Die einzelnen Stationen wurden mit viel Elan in Angriff genommen. Galt es doch diverse...

  • Jugendfeuerwehr on Tour - Tag 1

    (JFW) 29-05-2014

    Gutgelaunt ist die Jugendfeuerwehr Selters trotz schlechter Wetteraussichten zum Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2014 nach Meudt aufgebrochen. Nachdem die Zelte aufgebaut waren, konnte das Zeltlager...

  • Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Selters aktiv

    (PM) 31-10-2013

    Ereignisreiche Wochen liegen hinter den Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde SeltersAm letzten Ferienwochenende in den Sommerferien 2013 fand in Hartenfels das jährliche, gemeinsame Zeltlager...

Drei schwere Verkehrsunfälle fordern die Feuerwehr in nur einer Woche

Zu gleich drei schweren Verkehrsunfällen wurden die Freiwilligen Feuerwehren Selters und Herschbach innerhalb einer Woche gerufen.

Am vergangenen Mittwoch, 08.07.2015, wurden die Wehren zu einem Verkehrsunfall auf die L 305 zwischen Selters und Herschbach gerufen. Höhe der Ortslage Goddert geriet gegen 20.45 Uhr eine PKW-Fahrerin aus bisher ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit dem PKW eines Mannes. Beide Fahrzeugführer wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Die Feuerwehren Herschbach, Rückeroth und Selters sicherten die Unfallstelle ab und nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf. Auch die Landung des herbeigerufenen Rettungshubschraubers galt es zu sichern. Durch die Feuerwehr musste die L 305 zwischen Selters und der Abfahrt Rückeroth bis zum Abschluss der Unfallaufnahme und Reinigung der  Unfallstelle bis 02.00 Uhr in der Nacht voll gesperrt werden. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei, der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und Notarzt, ein Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber, ein unabhängiger Gutachter sowie die Straßenmeisterei und der Abschleppdienst im Einsatz.

Zu einem folgenreicheren Unfall kam es dann am Montag, 13.07.2015, nur wenige Kilometer weiter auf der L 307 zwischen Vielbach und Mogendorf.  Gegen 14.51 Uhr geriet ein 19-jähriger aus derzeit nicht bekannten Gründen mit seinem Kleinwagen in einer langgezogenen Linkskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit der rechten Fahrzeugseite mit einem entgegenkommenden LKW. Der Fahrer musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack mit hydraulischem Rettungsgerät geborgen werden und verstarb leider noch an der Unfallstelle. Die Unfallstelle wurde auch hier wieder durch die Feuerwehr abgesichert. Unterstützt wurden die Feuerwehren aus Selters und Herschbach bei diesem Einsatz von den Kameraden aus Mogendorf, die die L 307 aus Richtung Mogendorf sperrten. Neben der Feuerwehr war der Rettungsdienst mit Notarzt, die Polizei, der DRK Ortsverein Selters, die Straßenmeisterei sowie wieder ein unabhängiger Unfallgutachter und der Abschleppdienst im Einsatz.

Am Dienstag, 14.07.2015, ereignete sich dann gegen 16.28 Uhr ein weiterer schwerer Unfall auf der L 267 zwischen den Abfahrten Selters/Nordhofen und Selters/Maxsain. Aus bisher ungeklärten Gründen kollidierten ein LKW und ein Kleinwagen. Auch hier kam leider für einen jungen PKW-Fahrer jede Hilfe zu spät. Die Rettungskräfte der Feuerwehren Selters und Herschbach hatten auch hier die traurige Aufgabe, die Bergung des Mannes durchzuführen. Der LKW-Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt und nach rettungsdienstlicher Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert. Zur Klärung der Unfallursache ist auch in diesem Fall ein unabhängiger Unfallgutachter eingeschaltet worden. Die Feuerwehr übernahm in Absprache mit der Polizei und der Straßenmeisterei die Absicherung und leuchtete in den Abendstunden die Unfallstelle für die Bergung des LKW aus. Der Einsatz konnte gegen 00.00 Uhr in der Nacht beendet werden. Im Einsatz waren wiederum auch der Rettungsdienst mit Notarzt, die Polizei mit Polizeihubschrauber, der DRK Ortsverein Selters, die Straßenmeisterei sowie ein unabhängiger Unfallgutachter und der Abschleppdienst.

Einsätze gehen, Bilder aber bleiben

Feuerwehreinsätze sind glücklicherweise in der Regel Alltagsgeschäft: Keller unter Wasser, Brand eines Mülleimers oder PKWs, Baum über Straße oder Ähnliches. Diese Einsätze sind relativ schnell abzuarbeiten und nicht wirklich belastend für die Helferinnen und Helfer.

Anders sieht es jedoch bei Einsätzen wie in der vergangenen Woche aus. Die sind nicht nur körperlich anstrengend sondern stellen alle Einsatzkräfte auch psychisch vor hohe Herausforderungen. Während des Einsatzes bleibt nicht viel Zeit nachzudenken, hier handeln Feuerwehrleute nach eintrainierten Mechanismen in der erforderlichen Geschwindigkeit. Erst nach den Einsätzen, wenn Ruhe einkehrt und die Kräfte wieder in die Gerätehäuser zurückkehren, beginnt man das Erlebte zu verarbeiten.

Warum nimmt man als ehrenamtliche Rettungskraft eine solch hohe Belastung freiwillig auf sich? Dies ist eine Frage, die sich bei solchen Einsätzen der ein oder andere Helfer oder auch Außenstehende stellen mag. Aber Feuerwehr ist nicht nur ein einfaches Hobby, es ist eine Berufung und Herausforderung. Beim nächsten Einsatz sind wieder alle dabei und bereit alles zu geben, um Menschenleben zu retten und Sachwerte zu schützen.

Früher galt es als stark, diese Bilder einfach wegzustecken und nie mehr darüber zu sprechen. Aber das nagt an einem und posttraumatische Belastungen sind die Folgen. Deshalb wird heutzutage jeder Einsatz im Rahmen einer Einsatznachbesprechung aufgearbeitet, um das Erlebte und schlimme Eindrücke gemeinsam zu verarbeiten und seelischen Erkrankungen vorzubeugen. In erster Linie wird in der Feuerwehr untereinander über das Erlebte gesprochen. Die Kameradschaft der Ehrenamtler ist in diesen Fällen mehr denn je die wichtigste Säule zur Bewältigung der Anforderungen.  In den meisten Fällen kennen die Einsatzkräfte die Opfer nicht, wodurch es etwas leichter ist, mit der Situation umzugehen. Richtig schwierig wird es aber bei Kindern und Bekannten. Bei Bedarf können auch die Einsatzkräfte jederzeit auf professionelle Unterstützung der Notfallseelsorge Westerwald zurückgreifen.

Die Feuerwehren suchen übrigens jederzeit Verstärkung. Sind Sie zwischen 16 und 63 Jahren alt und haben Interesse an einem nicht alltäglichen Hobby in einem starken Team? Melden Sie sich bei Ihrer örtlichen Feuerwehr oder aber telefonisch unter 02626/764-26.

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