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Corona-Pandemie: Feuerwehr geht neue Wege bei der Aus- und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte

Digitale Lernplattform unterstützt den Dienstbetrieb in den Feuerwehren der Verbandsgemeinde Selters

Seit dem 27. Oktober ruht erneut nach dem Lockdown im Frühjahr der reguläre Dienstbetrieb bei den 16 Freiwilligen Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Selters. Eine Wiederaufnahme ist frühestens dann geplant, wenn die Coronawarnstufe „GELB“ für mindestens zwei Wochen konstant erreicht ist. Die aktuellen Infektionszahlen lassen erahnen, dass in diesem Jahr keine Übungen sowie Aus- und Fortbildungen mehr möglich sein werden.

„Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sicherzustellen, ist auch der praktische Übungsbetrieb herunterzufahren, um persönliche Kontakte und das damit verbundene Infektionsrisiko innerhalb der Mannschaft auf ein Minimum zu reduzieren“, so Bürgermeister Klaus Müller. Die Gefahr, dass sich durch eine infizierte Einsatzkraft eine ganze Feuerwehreinheit anstecken könnte oder sich in Quarantäne begeben muss, ist allgegenwärtig.

Um es den über 400 Feuerwehrfrauen und -männern dennoch zu ermöglichen, ihren hohen Ausbildungsstand zu erhalten und weiter auszubauen, konnte in den vergangenen Wochen eine digitale Lernplattform eingeführt werden. Diese kann von jedem Smartphone, Tablett oder PC gestartet werden. Sie bietet den Feuerwehrangehörigen verschiedene Lernkurse einschließlich kurzer Tests zur eigenen Lernerfolgskontrolle. Die Idee zur digitalen Lernplattform stammt vom Stellvertretenden Wehrleiter Christian Fein, der mit Unterstützung seiner Kameraden Nicki Ahlborn und Sascha Mathias die Plattform aufgebaut und mit Leben gefüllt hat. Angereichert um vielfältiges Bild- und Videomaterial wurde der Lehrstoff anschaulich und interessant aufbereitet. Zum Start der Lernplattform stehen sechs Kurse, abgestimmt auf die Feuerwehr der VG Selters zur Verfügung:

  • Digitalfunk Grundlagen
  • Grundsätze ABC Einsatz
  • Standardeinsatzregel Brandmeldeanlagen
  • Standardeinsatzregel Atemschutz
  • Fahrzeugkunde
  • Feuerwehrdienstvorschrift 3

Weitere Kurse sind in Vorbereitung. Darunter auch aktuelle Themen wie die Umstellung auf die neuen Alarm- und Einsatzstichworte sowie die Einführung des Tetra Status Dienst für Feuerwehrfahrzeuge. Wehrleiter Tobias Haubrich sieht gerade hier auch den Mehrwehrt einer solchen Plattform für die Zeit nach der Pandemie, um theoretisches Wissen zu vermitteln und in regelmäßigen Abständen aufzufrischen.

In einem weiteren Schritt soll das Lernangebot auch für die über 100 Mitglieder der Jugendfeuerwehr ausgebaut werden. Gerade bei den Kindern und Jugendlichen ist es in der aktuellen Zeit immens wichtig, die Bindung zur Feuerwehr zu erhalten, um hoffentlich im Frühjahr die Nachwuchsarbeit mit möglichst allen Mitgliedern wiederaufzunehmen.

Corona hat für einen Digitalisierungsschub auch bei der Feuerwehr gesorgt. Bereits während des „Lockdowns“ im Frühjahr führten verschiedene Einheiten sogenannte „Online Übungen“ via Web- und Videokonferenzen durch. Die Lernplattform ermöglicht nun darüber hinaus auch ein zeitlich unabhängiges und individuelles Lernen von zu Hause oder unterwegs. Eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung der Feuerwehren ist zwingend notwendig, um im Ernstfall schnelle und professionelle Hilfe leisten zu können. Denn die aktuellen Einsatzzahlen zeigen leider auch, dass Brände, Unfälle und andere Schadensereignisse keinen Halt vor Corona machen.

Digitale Lernplattform auf Laptop, Tablett und Smartphone - v.l.n.r.: Wehrleiter Tobias Haubrich,
seine Stellvertreter Nicki Ahlborn, Christian Fein und Bürgermeister Klaus Müller



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